Imkerverein

Steinachtal

Der Einzugsbereich 

 

 

Das Steinachtal

Das Steinachtal, ein Seitental des Neckar, Nord - Südausgerichtet ist in den Vorderen Odenwald eingebettet und geprägt durch den Bachlauf der Steinach, die inAbsteinach ihren Ursprung hat und in Neckarsteinach in den Neckar mündet. Das reichlich gegliederte Tal mit Höhenlagen zwischen 200 und knapp 600 m ü.NN repräsentiert die typische Odenwaldlandschaft umkränztvon dichtbewaldeten Höhen. Trotz seiner Nähe zu klimatisch sehr günstigen Gebieten im Rheintal und der Bergstraße mitsehr frühen Siedlungen keltischen Ursprungs ergolgte die Besiedlung dieser Region erst ab dem 12. Jahrhundert.Zuvor war der dichte Odenwald zunächst bevorzugtes Jagdgebiet der Feudalherren als Eigentümer, so das Bistum Worms und weltlicher Lehensherren, die sich in Neckar steinach und Hirschhorn festgesetzt hatten. Mit zunehmendem Holzbedarf für Siedlungen und Gewerbe gewann der Wald als Holzlieferant an Bedeutung und so waren die ersten Siedler „Forstknechte", Holzfäller und Köhler, von der Gründung des Klosters Schönau einmal abgesehen. Das an sich karge Grundgestein des Hauptbunt sandsteins ist auf den Kuppen, den Osthängen und Talauen aufgebessert durch diluviale Lößüberlagerungen, die in zwar begrenztem Maße neben einer beachtenswerten Forstwirtschaft auch den Ackerbau und die Weidewirtschaft mit Streuobstbau ermöglicht hat. Ausgedehnte Rodungen auf ebendiesen bevorzugten Lagen haben dann zu weiterer Besiedlung geführt. Die Köhlerei und wassergetriebene Mühlen waren ein erstes Gewerbe bis sich dann z.B. in Schönau durch besondere Umstände bedingt ein Tuchmacher- und Schönfärbergewerbe einrichtete, dem dann begünstigt durch das weiche Quellwasser aus dem Buntsandstein und der aus den Eichenwäldern ringsumanfallenden Gerbrinde eine beachtliche Ledergerberei der Firma Freudenberg aus Weinheim folgte, die 105 Jahre lang 600 Familien die Existenz sicherte. In den letzten ca. 40 Jahren hat die Landbewirtschaftung rapide abgenommen. Kleinere bis mittlere Industriebetriebe haben sich angesiedelt, die in erfreulichem Maße Arbeitsplätze anbieten,  ansonsten wird ausgependelt in die nahen Großstädte Heidelberg und Mannheim. Große Sorge bereitet nunmehr die Offenhaltung der die Odenwaldlandschaft prägenden herrlichen Talauen mit den grünen Wiesen und der Erhaltung des daraufstockenden Streuobstbaues. Einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung einer breitgefächerten Flora trägt auch die Imkerei bei.

Die Stadt- bzw. Wohngemeinden im Einzugsbereich des Imkervereins Steinachtal

Stadt Schönau

Hervorgegangen aus dem im Jahre 1142 gegründeten und damals große Bedeutung erreichende Zisterzienser-Kloster „Schonaugia", das bis Mitte des 16.Jahrhunderts Bestand hatte. Nach der Säkularisierung wurden in das dann leerstehende Kloster wallonische Glaubensflüchtlinge eingewiesen, die wesentliche Teile der mächtigen Klosteranlagen als Steinbruch nutzten, die eigentliche weltliche Ansiedlung begründeten und die Tuchindustrie als erstes Gewerbe einbrachten. Einige erhalten gebliebene Gebäude wie das Herrenrefektorium, Torhaus, Hühnerfautei und Abtswohnung zeugen noch aus dieser Zeit. Nach Einstellung der großen Ledergerberei der Firma Freudenberg, Weihheim, haben sich mehrere kleinere und mittlere Gewerbebetriebe in den letzten Jahren angesiedelt und sichern einen beachtlichen Anteil an Arbeitsplätzen.Nach der anläßlich der Verwaltungsreform im Jahre 1975 erfolgten Vereinigung mit der bis dahin selbständigen Gemeinde Altneudorf hat die Stadt Schönau nunmehr ca.4.500 Einwohner.

Gemeinde Heiligkreuzsteinach

Mit den sog.„Obergemeinden" Lampenhain, Bärsbach, Hilsenhain,Vorder- und Hinterheubach und Eiterbach. Diese Dörfer der früheren Kellerei Waldeck entstanden im Hochmittelalter als Rodungssiedlungen, wobei als erster Ort Bärsbach im Jahre 1293 erwähnt wurde. Heiligkreuzsteinach als nunmehr anerkannter Erholungsort liegt idyllisch inmitten der Mischwälder dieses Landschafts schutzgebietes, wobei das Eiterbachtal wohl zu denschönsten Teilen des Odenwaldes zählt. Ein Teil der früheren landwirtschaftlichen Prägung des Erscheinungsbildes der Landschaft ist erhalten geblieben und trägt wesentlich zum hohen Freizeitwert des Luftkurortes bei. Heiligkreuzsteinach mit seinen erwähnten Gemeindeteilen zählt heute ca. 2.600Einwohner.
 

Gemeinde Wilhelmsfeld

Diese Ansiedlung wurde verhältnismäßig spät im Jahre 1710 durch den HeidelbergerKurfürsten Johann-Wilhelm (daher auch der Name) als Rodungssiedlung für Waldarbeiter und Bauern gegründet.Durch seine Lage als „Höhensiedlung" bietet der Ort heute ideale Voraussetzungen als Erholungs- und Lufkurort der nach klimatischen Untersuchungen auch seine staatliche Anerkennung in dieser Richtung fand. Herrliche Wanderwege ringsum und im Winter je nach Schneelage eine Langlauf loipe ergänzen den Reiz dieser Landschaft. Wilhelmsfeld zählt heute ca. 2.900 Einwohner.
 

Gemeinde Heddesbach

Diese Gemeinde liegt zwar nicht im Steinachtel, sondern im östlich davon verlaufenden Laxbachtal, orientiert sich jedoch politisch über den Gemeindeverwaltungsverband zum Steinachtal und ist mit diesem durch eine Kreisstraße verbunden. Heddesbach kann seine Gründung bis ins Jahre 1200 zurückverfolgen. In landschaftlich schöner Lage konnte sich Heddesbach bis heute seinen bäuerlichen Charakter erhalten. Landschaftstypische Betriebe wie ein Sägewerk und eine große Saftkelterei (Streuobstbau) ergänzen diesen Eindruck. Heddesbach zählt heute ca. 450 Einwohner.


Altenbach

Heute Teil der Stadt Schriesheim - zählte wie die Siedlungen um Heiligkreuzsteinach zur Herrschaft Waldeck,wurde um 1400 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte noch bis 1705 dem Hochstift Worms an. Aus der Rodungssiedlung mit früherem bäuerlichem Charakter entwickelte sich eine Wohngemeinde mit zunehmender Orientierung zur Bergstrasse hin, was auch durch die Eingemeindung zur Stadt Schriesheim dokumentiert wird. Der Stadtteil Altenbach zählt heute 2.038 Einwohner.

Darsberg und Grein (Stadt Neckarsteinach)

 

Seit 1971 Teile der Stadt Neckarsteinach.Beide Orte gehen auf eine Gründung der Steinacher Lehensträger des Bistums Worms zurück, wurden vermutlich im 12./13. Jahrhundert gegründet, Darsberg wurde z.B.1377 erstmals erwähnt. Bis heute hat sich der bäuerliche Charakter dieser Ansiedlungen erhalten, wenngleich die Landwirtschaft als Erwerbszweig an Bedeutung verloren hat und als Nebenerwerb betrieben wird. Über das Neckartal und das Steinachtal wird ausgependelt. Darsberg zählt heute ca. 550, Grein ca. 150 Einwohner.